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Über den Maler Walter Roos

Eine kleine, ungeordnete Gedankensammlung zu meinen Werken und dem Prozess des Entstehens:

- Meine Werke sind ein Ab-Bild meiner Realität. Diese Realität ist ein Konstrukt. Meine Wahrnehmung der Realität ist ein Ergebnis aus Sehen, Erfahrung und lebenslanger Speicherung von Daten in meinem Gehirn. Dies hat mit der “wahren Realität” wahrscheinlich nicht viel zu tun - es bleibt immer eine Spekulation ob das Auge das “Reale” wahrnimmt, wahrgenommen hat.

- In der Malerei ist es möglich irreales realistisch darzustellen, also genau die Ausdrucksform die mir am meisten zusagt.

- Ich sehe Frauen aus der Gegenwart in Bildern aus der Vergangenheit auftauchen - auch weil im Hirn es keinen absoluten Zeitbegriff gibt (das erlebte Bild von vor 10 Jahren ist so abrufbar als wäre es gerade eben passiert). Eine “wahre” Gegenwart gibt es nicht - ergo können zeitgenössische Frauen in Bildern Platz nehmen, die bereits vor 500 Jahren gemalt wurden.

- Ich kopiere keine “alten Meister” ich zitiere und interpretiere sie nur in meiner Parallelwelt, in der alles gleichzeitig stattfindet.

- Die Fotografie ist mir ein liebgewonnenes Werkzeug. Sie ermöglicht mir, nicht nur die monatelange Arbeit an einem Bild, sondern ist das einzige Werkzeug um eine Situation in kürzester Zeit (der Belichtungszeit) wahrzunehmen und einzufrieren. Das Foto ist ein Abbild des Abbildes der wahrnehmbaren Realität.

- Wenn ich alles in Frage stelle, dann ist es logisch, dass ich nicht nur die Wahrnehmung sondern auch Gedankenkonstrukte (wie z.B. die Religionen) anzweifeln muss.

- Die Frau ist eines der wenigen Motive die über Jahrtausende dargestellt wird. Für mich ist sie der Inbegriff des Ästhetischen.

- Ein entstehendes Bild ist geplant, jedoch unterliegt der Plan und das Tun genauso einer Veränderung, wie das Leben sich andauernd verändert. Der Plan ist also nicht statisch sondern dem Prozess des Abwägens, Nachdenkens und der Zeit unterworfen.

“Über Lebenskunst” - ein Interview

Über die Technik

Vita

 Einer meiner Kritiker (Stefan H. Markel) hat über mich geschrieben:

 

Ich sehe, also male ich- ein Ausspruch von Gerhard Richter, der es wohl am ehesten trifft. Das Wichtigste für ihn ist: die Malerei!

Er ist

    • fasziniert von der Zeit und der Masse an Bildern, die es heutzutage gibt, unerheblich in welcher Form, bewegt oder unbewegt, natürlich oder virtuell, geschönt oder ungeschönt,
    • fasziniert vom unwiederbringlichen Augenblick, quer durch die Jahrhunderte, zufällig gefunden auf künstlerischen Zeitreisen, festgehalten in Werken - „samples“ - der Kunstgeschichte und den Archiven der Fotografie, die dann von ihm eigenwillig in neue Kompositionen eingebracht und in neue Zusammenhänge gesetzt werden,
    • fasziniert von den Bildern der sogenannten alten Meister und deren altmeisterlichen Maltechnik, der “Mehrschichtenmalerei” (mit Harzöl), bei der es angenehm nach Leinöl, nach Venezianischem Terpentin oder nach Erde aus der Toskana riecht.

Jedes seiner im ‘temporellen neonaturalistischen Egoismus’ geschaffenen Werke verleiht diesen Faszinationen eine erfühlbar leidenschaftliche und kunstvolle Seele.”

[Sic] est. Und ich will nicht anders...

Besuchen Sie ruhig auch mal: www.kunstschule-artfusion.de - das Kunstforum/ -schule von Walter Roos

Oder hier: http://walterroos.blogspot.com

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